Ich war beim Abendessen mit meinen Eltern und Freunden. Die Stimmung war gemütlich, bis das Thema Künstliche Intelligenz aufkam. Plötzlich wurde die Atmosphäre etwas sorgenvoller. Viele Bedenken und eine Ungewissheit über die Zukunft standen plötzlich im Raum. «Wo führt das alles nur hin?».
Nach einigem hin und her fragte ich in die Runde: «…und wer von euch nutzt eigentlich eine dieser KI-Apps?» Null von vier.
Mir war plötzlich klar: Hier klafft eine Lücke. Die Wahrnehmung des Themas aus den Nachrichten und das Erlebnis im Alltag ist weit voneinander entfernt. Der schnellste Weg, von Ängsten wegzukommen ist die Annäherung an das vermeintlich unbekannte.
So habe ich entsprechend der Runde angeboten, einen Kurs rund um die künstliche Intelligenz für sie zu entwerfen. Damit sie mit KI in Berührung kommen und erste Erfahrungen machen.
Der Pilotkurs
Wie überwindet man die erste Angst davor, dass man ‚etwas falsch macht‘ oder das System abstürzt? Genau. Mit dem Sprung ins kalte Wasser. Daher wird im Kurs wird nicht lange theoretisiert. Natürlich gibt es kurze, theoretische Einschübe, aber dann steht sofort das Ausprobieren und Erfahren im Mittelpunkt.
Denn KI erlernt man nicht durch die Nachrichten, noch durch eine PDF Datei oder ein YouTube-Video. Das beste Mittel ist das direkte ausprobieren. Damit das klappt und auch die nötige Zeit dafür da ist, ist die Gruppengrösse bewusst klein (max. 6 Personen) und das Zeitfenster bewusst gross gehalten.
So wird niemand abgehängt, wenn es darum geht, sich bei ChatGPT zu registrieren, in den Menüs zurecht zu finden, den ersten Prompt zu schreiben und neue Funktionen zu entdecken. Neben dem Ausprobieren bleibt dann auch viel Zeit für Fragen und Diskussionen.
Rückmeldungen nach zwei Wochen
Alle Teilnehmer hatten die künstliche Intelligenz noch nicht genutzt vor diesem Kurs. Doch nun hat sie den Weg in den Alltag gefunden. In mancherlei Hinsicht sogar Google abgelöst. Kleine Erfolgserlebnisse halten alle motiviert, sich weiterhin im Umgang mit ChatGPT zu versuchen. Jedes positive Erlebnis macht Lust auf mehr.
Erfolgreiche Anwendung im Alltag
Bankdokumente, lange Verträge und Allgemeine Geschäftsbedingungen werden plötzlich lesbar und verständlich. Ein Foto vom eigenen Wohnzimmer bei ChatGPT hochgeladen, dient als Grundlage für die Diskussion von Anpassungen an der Einrichtung. Das ist der Moment, wo sich künstliche Intelligenz als sinnvolles Werkzeug präsentiert.
Auch künstlerisch wird viel experimentiert. Fotos bearbeiten mit Hilfe von «Prompts» oder von Grund auf neue Bilder generieren. Auch bei realen künstlerischen Tätigkeiten unterstützt KI. Ein Bild vom eigenen Projekt mit der Frage was man daraus noch machen könnte inspiriert und hilft neue Ideen zu finden. Ein Miteinander, statt Ablösung: KI als Coach und künstlerischer Sparringpartner.
Neue Gesprächsthemen
Durch die eigene Anwendung von künstlicher Intelligenz eröffnen sich auch neue Gesprächsthemen mit Freunden und Bekannten. Es findet reger Austausch über gemachte Erlebnisse und mögliche Anwendungsfälle mit künstlicher Intelligenz statt. Es macht Mut, neue Dinge kennenzulernen und auszuprobieren und sich anschliessend gegenseitig zu inspirieren.
Bewusster Umgang
Aber künstliche Intelligenz wird nicht einfach blind genutzt. Die Teilnehmenden wissen, worauf sie achten müssen. Dass man der künstlichen Intelligenz nicht immer alles glauben darf und welche Daten man lieber für sich behält. Ein bewusster Umgang mit seinen persönlichen Themen ist wichtig.
Hast du auch Lust es auszuprobieren?
Jetzt suche ich die nächsten Gruppen. Wenn du selber der Generation 60+ angehörst und bisher noch nicht mit KI in Kontakt gekommen bist und Lust hast, es auszuprobieren: Schreib mir direkt via Kontaktformular auf der Kursseite.
Egal ob du schon eine Gruppe beisammen hast oder du einfach individuell Interesse hast: Melde dich. Ich schaue dann, wie wir die nächste Runde zusammenstellen.
